• Logo-Tazo-Tea Am 12.01.2010 hat Sturbucks offiziell verkündet, dass Sie in den USA bereits seit Wochen, bei Ihrer Teemarke Tazo-Tea vom CTC (Crushing - Zerbrechen, Tearing - Zerreißen und Curling - Rollen) Tee auf Blatttees in den Teebeutel umsteigen. Insgesamt hat das Unternehmen zehn Tazo Blatttees inkl. zwei neuer Geschmacksrichtungen herausgebracht. Vanilla Rooibos Herbal Infusion, Orange Blossom Green Tea, Awake, Earl Grey and Chai black teas; Zen und China Green Tips, Passion, Calm und den einen Kräutertee.

    Die neuen Blatttees sind in einem drei-dimensioanlen Teebeutel um den Blättern mit Platz zugeben.

    Wie der Starbucks-Manager für Marktforschung und Entwicklung Michael DeLaCruz in einem Interview mit dem Magazine World Tea News mitteilte. Habe sich Starbucks zu diesem Schritt entschieden um die Blatttees, die sie bei Tazo Tea bereits seit 15 Jahren in Loserform verkaufen, nun einer breiteren Zielgruppe anzubieten. Auch ist es das Ziel neben Premium-Kaffee auch Premium-Tee anzubieten. Das ist nur die logische Konsequenz, möchte man weiterhin für hervorragende Qualität stehen.

    Nicht nur die Sorten wurden verbessert, sondern auch die Batistas erhalten Schulung, damit bei der Zubereitung alles korrekt gemacht wird.

    Laut DeLaCruz findet seit Jahren ein Trend statt, bei dem die Gäste und Kunden zurück zu den Wurzeln kommen. Sie möchten wissen, was Sie da trinken und essen. Auch die Menschen in den USA fangen wieder an, sich zu freuen, wenn Sie sich Zeit nehmen, um herauszufinden was sie da eigentlich konsumieren.

    Wer hätte das gedacht, dass beim King of Coffee Tee mal eine so wichtige Rolle spielt. Und wie das Interview zeigt, geht es nicht nur um den Umsatz, es geht auch um die Kunden, die den Umsatz bringen. Und die wollen mehr und mehr Tee.

    Tee ist das richtige Produkt für die heutige Zeit.

  • © Aleš Nowák - Fotolia.comKaffee wird ja oft mit Italien in Verbindung gebracht, ebenso wie Pizza und Mafia. Es gibt aber auch Schnittmengen zwischen den einzelnen Punkten. Wie in der letzten Woche bekannt wurde.

    Vor einer Woche hatte das Bundeskartellamt 160 Mio. Euro Strafe gegen die Kaffeeröster Tchibo, Melitta und Dallmayr verhängt. Der Anlass ist so einfach wie illegale - Preisabsprachen. In Gang soll der Fall durch die Selbstanzeige eines Konzern gekommen sein, der selbst an den Preisabsprachen beteiligt war. Der Firmenname wurde nicht genannt.

    Der Spiegel berichtet in seiner heutigen Ausgabe, dass es sich dabei um Kraft Foods handeln soll. Im Februar 2008 hatten Ermittler die Bremer Firmenzentrale von Kraft Foods durchsucht, um Beweise für ein “Schokoladenkartell” unter Süßwarenproduzenten zu finden. Dies habe laut Spiegel “Kraft allem Anschein nach so aufgeschreckt, dass Manager der Firma wenig später Selbstanzeige beim Bundeskartellamt erstatteten”. Netter Nebeneffekt: Auch für Konzerne gilt in Deutschland die Kronzeugenregelung, somit bleibt Kraft Foods mit seiner Kaffeemarke Jacobs straffrei (stern.de).

    Beim Mindener Unternehmen Melitta, das seinen Kaffee in Bremen produziert, dauern laut Spiegel die Ermittlungen des Bundeskartellamts noch an. Zusätzlich zu den Preisabsprachen für Endverbraucher-Produkte, sollen auch im Bereich Gastronomie höhere Preise illegal abgesprochen worden sein.

    Die drei Firmen gelten nun unter Gourmets nicht als erste Anlaufstelle, aber wer für Produkte in der Preisklasse auch noch zu viel bezahlt, hat zweimal den Schaden. Liebe Gastronomen, wieder ein Grund den Fokus auf den Tee zulegen. Zumal die Investitionskosten gerade einmal ein Bruchteil der Kosten betragen, die Kaffee verursacht.

    Zeichnung: Aleš Nowák