• hibiskusbluetentee.jpg Es müssen nicht immer die Klassiker sein, wenn es um Tee geht. Bei uns zählen um nur zwei Beispiele zu nennen Schwarztees, wie Earl Grey und Assamtees oder auch Fencheltee zu den althergebrachten Sorten. Im leichten Aufwind sind in unseren Landen Grüntee und ebenfalls Oolongtees.

    Doch es gibt Teesorten, die man zwar irgendwie kennt und doch immer wieder neu erleben kann. Dazu zählt der Malvetee oder auch Hibiskustee, wie er auch genannt wird. Wie die Bezeichnung schon sagt, wird der Tee aus der Hibiskuspflanze gewonnen. Hibiskus / Malve dient oft als Grundlage für verschiedene Früchteteemischungen. Das man ihn auch anderes trinken kann, sieht man, wenn man in Länder wie Ägypten und Sudan reist.
    Dort trinken die Menschen einen Malvetee, den sie Karkadeh nennen. Karkadeh wird heiß und kalt getrunken, auf jeden Fall ist viel Zucker im Spiel. In den hiesigen Teehäusern gehört es neben Schwarz mit Pfefferminze und Kaffee zu den Standardgetränken, man kann die Bezeichnung Nationalgetränk getrost verwenden.

    Die Zubereitung ist denkbar einfach. Die getrockneten Blüten werden kurz mit heißem Wasser übergossen. Wie bei unseren Früchetees, die eine Hibiskusblütenbasis haben, sollte eine Ziehzeit von ca. 10 Minuten nicht überschritten werden und das Wasser sollte nicht mehr kochen. Sonst werden zu viel Säuren, wie Apfelsäure freigesetzt. Das Resultat wäre ein bitter schmeckender Tee. Nun kommt noch der obligatorische Zucker hinzu. Sind Ziehzeit und Temperatur eingehalten worden erhält man ein Getränk, das fruchtig säuerlich schmeckt. Wird er kalt getrunken erinnert er an Kirschsaft.

    In die Küche hat die Pflanze ebenfalls schon lange Einzug gehalten. Hier findet man ihn in Gelees, Ölen oder auch in Speiseeis.

    Erhältlich z.B. bei TeeGschwendner

  • Grüntee-Tasse-1.pngWer mit Tee beruflich zu tun hat, hört sicherlich oft die Frage: „Tee ist doch gesundet, oder?“ Wie die Antwort ausfällt, hängt vom Typ ab. Einige werden vorpreschen und sofort ja rufen, andere wiederum mit einem „ja, aber“ oder einem „ja, wenn…“ antworten. Letzte Gruppe bekommt von neuen Forschungsergebnissen ein weiteres Argument. Denn nur, wenn Grüntee mit nicht zu heißem Wasser aufgebrüht wird, können die Polyphenole erhalten bleiben. Diese sekundäre Pflanzenstoffe wird die gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen.

    Genussmenschen, die schon immer wussten, das Grüntee mit einer Temperatur zwischen 65˚ und 75˚ Celsiusseinen besten Geschmack entfaltet, lagen also genau richtig. Das zeigt einmal wieder, wenn natürliche Lebens- und Genussmittel so zubereitet werden, dass sie gut schmecken, dann wird der Konsument meistens belohnt.

    An dieser Stelle noch ein paar Empfehlungen, wie man das Wasser auf die genannte Temperatur bringt.

    Hier kann ein Thermometer benutzt werden, das die höheren Temperaturen anzeigen kann. Oder, man nehme ein Wasserkocher mit Temperaturanzeige oder -vorwahl. Das spart neben Zeit auch Geld für den Strom. Die Methode ist geeignet für alle, die dem Wasser aus der Leitung vertrauen, was in Deutschland meistens der Fall seinen dürfte.

    Wer sein Wasser erst aufkochen und dann abkühlen lassen möchte, der sollte bei offenem Deckel ein paar Minuten warten. Wie lange ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Hilfe gibt es aber auch hier. Die iPhone App iTea hat eine Funktion, die einem anzeigt wie lange man das Wasser abkühlen muss, damit es die richtige Temperatur für einen bestimmt Tee hat.

    Auf eine gute Tasse Tee.

  • WM-2010-Tea-Shirt-BIO-Men.jpgNun ist auch die Deutsche Fußball Nationalmannschaft in die WM in Südafrika gestartet. Und das überraschend souverän mit einem 4:0 gegen Australien. Die Vuvuzelas rauben zwar einigen Zuschauern die Nerven, aber das wird wohl nur wenige davon abhalten, nicht das eine oder andere Spiel zu sehen. Oftmals ist bestimmt auch ein, zwei, drei … Bier dabei. Bier gehört irgendwie zum Fußball dazu. Da es keine Zeitverschiebung dieses Jahr gibt und somit auch für uns die Spiele schon am frühen Nachmittag beginnen, können einzelne Partien mit der Arbeitszeit kollidieren. Alkohol und Arbeit passt ebenfalls nur bedingt zusammen. Aus diesem Grund, an dieser Stelle eine paar Infos über ein Nationalgetränk der Südafrikaner - der Rooibush Tee. So können zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Man erlebt ein Teil der südafrikanischen Kultur und kann auch auf der Arbeit ein leckeres Getränk trinken, das mit den Betriebsvorschriften übereinstimmt.

    Zu erst einmal die Zubereitung für die lose Varianten: Pro Liter 11-13 Gramm Tee in einen Filter geben, mit nicht mehr kochendem Wasser übergießen und dann mindestens 5 - 7 Minuten ziehen lassen. Überziehen kann man ihn nicht, da nur sehr wenige Gerbstoffe enthalten sind.

    Es gibt dazu eine Reihe an verschiedenen Schreibweisen z.B. Redbush, Rooibush, Roibosh, Rooibush, Rotbusch oder auch Rooibusch.

    Wie schon im einem April-Artikel beschrieben ist Rooibush neben einem Genussmittel auch Volksmedizin. Die Einwohner schwören bei den folgenden Beschwerden auf den Einsatz von Rooibos. 
Hautkrankheiten (Akne, Sonnenbrand, Mückenstiche, Herpes, Neurodermitis), Allergien
, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt (Durchfall, Verstopfung, Gastritis) Geschwächtes Immunsystem, 
Blutarmut, 
Zahnfleischentzündungen, 
Schlafstörungen, 
3-Monatskoliken bei Babys.

    Ein paar Hintergrundinformationen: Bei uns hat Rooibush Anfang der 90 Jahren seinen Siegeszug begonnen. In Südafrika ist er schon seit 1772 bekannt. Seit dem wurde der Redbosh, wie er auch genannt wird, mehr und mehr erforscht. Eine Rooibush Euphorie machte sich um 1950 bereit, nachdem in den ´30 Jahren der Arzt und Botaniker Dr. Petter le Fras Nortier es gelungen war, die Pflanzen zu kultivieren. Um den Ort Clanwillim, der noch heute zu den wichtigsten Orten für die Rooibush Ernte zählt, wurde die nun gezähmte Wildpflanze professionell angebaut. Aber nicht so professionell, sonst wären nicht die Bauern und Produzenten in eine Überproduktion geraten. Deshalb wurde 1954 Redbos Tea Control Board gegründet, eine staatliche Einrichtung, die Produktionsmengen, Hygiene und Qualität dokumentieren und kontrollieren soll. Heute ist sie jedoch privatisiert und erforscht weiterhin die Pflanze und deren Besonderheiten.

    Von den Erkenntnissen profitieren vor allem die 300 Farmer, die Redbosh im Gebiet der Cederberg Mountains anbauen. Nur hier wächst der Tee.

    Rooibush ist bekannt für seine vielen Mineralien und Spurenelementen, hier ein Auflistung:

    1 Tasse Rotbuschtee enthält: 7,12 mg Kalium 6,15 mg Natrium 1,67 mg Magnesium 0,21 mg Fluor 1,09 mg Kalzium 0,08 mg Kupfer 0,07 mg Eisen 0,04 mg Mangan 0,04 mg Zink über 90 ätherische Öle

    Anders als andere Teesorten enthält er kein Koffein und nur sehr wenige Gerbstoffe. Somit ist er auch für kleine Kinder bekömmlich. Diese mögen den milden und von Natur aus süßen Geschmack. Es ist also nicht notwendig mit Aromen und anderen Zusätzen das Getränk „aufzumotzen“. Doch dies ist in Deutschland sehr beliebt. Vor allem bei den in Teebeutel abgepackten Sorten.

    Auch die Bauern in den Zederbergen sehen im Klimawandel ein Bedrohung. Schon jetzt wird eine Verwüstung der Gebiete beobachtet. Und auch bei den Rooibushsträucher selbst wird eine Veränderung wahrgenommen. Sie haben nun nicht mehr wie üblich eine Lebenszeit von 12 Jahren, sondern teilweise nur noch 5 Jahre. Forscher und Züchter haben sich dem Problem angenommen und versuchen durch Kreuzungen mit Wildpflanzen, die Pflanzen auf die härteren Bedingung anzupassen.

    Die meisten in unserer Heimat kennen den Rooibusch in der Varianten rot, daher kommt ja auch der Name, doch auch wie beim orthodoxen Tee gibt es eine grüne Variante. Der grüne Rooibos ist weicher und frischer im Geschmack als der normale Rooibush, er ist ebenfalls wie Grüntee nicht fermentiert. Dazu enthält er mehr Gerbstoffe.

    Wir wünschen der deutschen Nationalmannschaft ein erfolgreiches Turnier und allen Mannschaften eine angenehme Zeit in Südafrika.

    Hier noch ein Link zum offiziellen Cha Tao Tea Shirt zur WM.