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    Die Inhaberin von Tea-Exclusiv.de und Tee Heimat Kundin Natalia Panne zeigt allen, die mehr über Koffein in Tee und Kaffee erfahren möchten im folgenden Text, ein paar wichtige Informationen. Und räumt gleich mit einem Mythos auf.

    Ein guter Start in den Tag beginnt für die meisten Menschen mit der anregenden Wirkung einer Tasse Kaffee oder Tee. Dieser gewünschte Effekt ist in erster Linie auf das Koffein zurückzuführen, das in beiden Heißgetränken enthalten ist. Obwohl beim Tee auch oft die Rede ist von „Tein“, „Thein“ oder „Teein“, so ist in Wirklichkeit die chemische Zusammensetzung des Teeins identisch mit der des Koffeins. Es handelt sich um ein und denselben Stoff.

    Eine durchschnittliche Tasse Schwarztee (0,2l) enthält in etwa die Hälfte des Koffeins einer gleich großen Tasse Kaffee (ca. 100mg Koffein). Aber der Koffeingehalt im Schwarztee ist deutlich höher, als im Weißen Tee (ca. 15mg Koffein). Grüner Tee (ca. 20mg Koffein) liegt beim Koffeingehalt noch ein klein wenig höher und entspricht damit in etwa der gleichen Menge Cola. Kräutertee, wie zum Beispiel der südafrikanische Rooibusch enthält gar kein Koffein und ist daher auch gut für werdende Mütter geeignet.

    Wer im Teebereich eine kräftige Alternative zum Kaffee sucht, stößt mit dem Matcha-Tee auf einen natürlichen „Energy Drink“. „Matcha ist auch unter dem Namen ‘japanischer Mokka’ bekannt. Für diese Sorte werden Teeblätter zu einem feinen Pulver zermahlen. Dadurch nimmt der Matcha-Trinker das Teeblatt im Ganzen zu sich und damit ebenfalls eine höhere Konzentration an Vitaminen, Mineralien und eben auch Koffein. Eine Tasse Matcha aus 2 Gramm Teepulver beinhaltet ca. 64mg Koffein, was fast soviel wie ein doppelter Espresso sein kann,“ wie Natalia Panne berichtet.

    Weitere Informationen aus der Welt des Tees finden Sie auch im Internet unter www.teewelt-blog.de und www.tea-exclusive.de

    (Alle angeführten Angaben sind Mittelwerte. Verschiedene Tee- und Kaffeesorten weisen unterschiedlichen Koffeingehalt aus. Bei Kaffee wird der Koffeingehalt auch durch Art der Röstung wesentlich beeinflusst.)

  • Tee_Blog_Teebeutel.png Von Sabine Schlee

    Er ist ein Politikum unter den Tee-Experten. Auch wenn ihm der Ruf vorauseilt mit minderwertigem Tee befüllt sein und zu wenig Entfaltungsmöglichkeit zu bieten, so ist er an Praktikabilität nicht zu übertreffen. Doch er scheint er viel mehr zu sein als eine Zubereitungshilfe.

    1904 verschickte Thomas Sullivan Teeproben an Kunden in kleinen Seidenbeuteln. Nach einer eher durchwachsenen Erfolgsgeschichte in den folgenden Jahren mit Spitznamen wie Pompadour in Frankreich oder Teebombe im Deutschland des Ersten Weltkriegs gelang Adolf Rambold bei Teekanne 1929 mit dem Doppelkammerbeutel mit Metallklammer der Durchbruch.

    Seither schleust der Teebeutel hunderte verschiedene Sorten in die Tassen der Deutschen und gibt sich in der Konsumwelt als Evergreen. Verändertes estätisches Empfinden und der Drang nach Innovation brachten zum Beispiel den Teebeutel in Pyramidenform hervor, der aus Polylactid bestehend, eine neue Dimension der Geschmacksentfaltung verspricht. Seitdem die Welt nachhaltiger denkt, wollte der Teebeutel auch ganz vorne mitspielen. Wir erinnern uns an die Szene aus „Otto- der Außerfriesische“, wo Beutel, Metallklammer und Etikett noch getrennt recycled werden mussten. Doch mit der Knotentechnik war schnell eine umweltfreundliche Lösung gefunden und die Laurens Spethmann Holding (Meßmer, Milford) zum Beispiel spart seit ein paar Jahren 50 Tonnen Aluminium. Ein Blick über den Atlantik in nicht weit enfernte Großbritannien zeigt, dass es noch pfiffigere Lösungen gibt: Der runde Teebeutel ohne Schnur und Etikett - very elegant, so very British! Er hat sich in Deutschland bisher nicht durchgesetzt. Lautet die Devise hier etwa: „warum einfach, wenn es auch umständlich geht“? Vielleicht steckt aber auch mehr dahinter.

    Nicht immer, aber oft, sehen wir die Ziehzeit auf dem Etikett vermerkt. Das scheint wichtig, da man die Packung meist schon wieder ins Regal gestellt hat, wenn das Wasser kocht und wir den Tee aufbrühen. Die andere und wohl wichtigere Funktion ist der Teebeutel als Werbeträger. Die wohl kleinste Litfasssäule der Welt könnte nicht besser platziert sein: Unmittelbar während oder vor dem Genuss des Produkts! Markenbewusstsein ist in Deutschland ein fester Bestandteil im unternehmerischen Denken seit es „Made in Germany“ gibt und der Teebeutel fährt als Produkt konstant höhere Gewinne ein als loser Tee in gleicher Menge.

    Doch auch die Marketingwelt dreht sich weiter und eine reine Markenpräsenz reicht oft nicht mehr aus um den Konsumenten zu beeindrucken. Der Grad an Differenzierung kann in der Geschmacksdimension aufgenommen werden: Versetzt mit derzeit modischen Kräutern wie Zitronengras oder Ingwerwurzel lässt sich scheinbar aus jedem Basistee ein trendiges Highlight machen. Aber mal wieder bietet auch allein das Etikett am Teebeutel eine weitere Differenzierungsstrategie. Die Firma YogiTea setzt auf „experience marketing“ und druckt philosophische Sprüchlein auf die Etiketten. Was gibt es Passenderes als den Glückskeks in Teeform, der für jeden Konsumenten eine Glücksbotschaft bereithält und den Tag bei einer Tasse Yogi-Tee gleich weniger grau erscheinen lässt?

    Seither haben sich schon Nachahmer gefunden und es bleibt abzuwarten, wie der Teebeutel auch in Zukunft ein unentbehrliches Mittel der Markenkommunikation bleiben wird.

  • Koffein-Molekuel-220x182px.jpgJa wir Deutschen sind schon so ein Völkchen. Wir lieben Bier und Sauerkraut, tanzen von Süd nach Nord in Lederhosen - glaubt man einigen stereotypischen Betrachtung aus dem Ausland. Und wir lieben unseren Kaffee, glaubt man den Zahlen der Kaffeeindustrie sogar mehr als Bier.

    Besonders morgens greifen viele Deutsche zum schwarzen Bohnengetränk um auf Touren zu kommen, dank des enthaltenen Koffeins. Doch genau dort soll der Knackpunkt liegen. Denn eine neue Studie über Koffein soll etwas anderes herausgefunden haben. Kernaussage ist, dass sie stimulierende Wirkung von Koffein nichts weiter als Einbildung sein könnte.

    Die Studie zeigt, dass die gewohnte morgendliche Tasse Kaffee in Wirklichkeit keine Wirkung hat. Dafür testete ein englisch-deutsche Forscherteam die Wirkung von Koffein und die eines Placebos an 379 Versuchspersonen, nachdem sie sechzehn Stunden lang kein Koffein zu sich genommen hatten. Die Tests wiesen kaum Unterschiede bei der Munterkeit der Versuchspersonen auf.

    Knapp die Hälfte der Probanden nahm für gewöhnlich kein oder nur wenig Koffein zu sich. Die anderen 50% dagegen mittlere Mengen bis viel Koffein.

    Wiederherstellung des „Normalzustands“

    Regelmäßiger Koffeinkonsum soll eine Toleranz gegenüber den von Koffein ausgelösten Ängsten und stimulierenden Wirkungen entwickeln. Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, mögen vielleicht das Gefühl haben, davon munter zu werden. Doch die gewonnen Ergebnisse belegen, dass dieser Eindruck in Wirklichkeit nur auf der Reduktion der Ermüdungserscheinungen bei akutem Koffeinentzug beruht. Und wenn man die Angst auslösenden und Blutdruck steigernden Effekte von Koffein berücksichtigt, hat der Kaffeetrinker netto gar keinen Nutzen.

    Peter Rogers von der Abteilung Experimentelle Psychologie der University of Bristol in Großbritannien und Autor der Studie, erklärt: „Unsere Untersuchung zeigt, dass Menschen vom Koffeinkonsum keinerlei Vorteile haben – obwohl wir das Gefühl haben, davon munter zu werden, stellt das Koffein lediglich den Normalzustand wieder her. Andererseits bedeutet Toleranz auch, dass obwohl Koffein Angstgefühle verstärken kann.”

    Ich gebe zu, die Kenntnisse sind etwas schwer zu verstehen, wahrscheinlich weil auch der Quelltext zum Teil sehr umständlich geschrieben ist. Den ganzen Artikel findet man hier

    Solle es tatsächlich so sein - was für Erkenntnisse! Ist eine ganze Nation (Menschheit) einem Märchen auf dem Leim gegangen? Nichts war doch so gefestigt, wie Kaffee macht munter und auch das Koffein im Tee hält länger wach. Was könnte als nächstes kommen? Aspirin hilft gar nicht bei Kopfschmerzen oder grüner Tee ist eigentlich rot!

    Treffend ein Satz von Mark Twain: Man kann die Erkenntnisse der Medizin auf eine knappe Formel bringen: Wasser, mäßig genossen, ist unschädlich.

    Doch auf der anderen Seite habe ich des öfteren gesagt oder auch von anderen Menschen gehört. “Koffein wirkt bei mir nicht.” Oder auch “ich kann trotz Koffein gut schlafen”.

  • Gruener-Tee-Monkey-King-Houkui.jpg“Wie sieht für Dich Tee aus?” Stellt man diese Frage mehreren Personen, dann bekommt man ganz unterschiedliche Antworten. Würden die Befragten dann auch noch Stift und Blatt in die Hand bekommen und sie sollten eine Skizze anlegen, auch hier kommen unterschiedliche Ergebnisse ans Tageslicht. Die einen würden sicherlich eine Teebeutel malen, Teekenner würden wohl eher Two-Leaves-and-a-bud auf das Papier bringen, andere eine Pfefferminzepflanze oder andere Mono-Kräuter.

    Einen Tee, den man so sicherlich nicht zeichnen würde, der aber hervorragend schmeckt ist Tai Ping Hou Kui. Der aus dem Gebiet Tai Ping mit seinem Huangshan Gebirge kommt. Dieser Tee sieht schon anders aus, als die üblichen Tees, die man sonst in der Tasse/Kanne hat.

    Mit seinem großblättrigen Blatt und seinem frischen Grün ist er schon eine Augenweide für Teetrinker. Bei Tea Exclusive ist das Blatt stolze 7 - 15cm lang. Im Tee-Online-Shop trägt er seinen zweiten Namen Monkey King (Affen König).

    Wie so oft gibt es auch zu diesem chinesischen Tee eine Geschichte - eine Legende.

    Im Gebirge um Huangshan lebten viele Affen. Einer dieser Affen ging auf die Suche, als sein Affensohn vermisst wurde. Der Vater, ließ viel Kraft bei der Suche und starb an Erschöpfung. Ein alter Mann, der wilden Tee und Kräuter zum Überleben sammelte, fand den leblosen Körper und begrub ihn. Um das Grab herum pflanzte er Teesamen und Blumen, damit es schön aussah. Ein Jahr später kehrte der alte Mann an das Grab zurück, an dem die gesäten Pflanze schon prächtig wuchsen. Als er so das Grab betrachtet vernahm er eine Stimme. “Die Teebäume sind ein Geschenk für Dich! Kümmere Dich um sie und Du wirst nie mehr Hunger leiden!” Es war der verstorbene Affe, der zu ihm sprach. Der alte Mann nannte den Ort an dem die Teebäume standen von nun an Hougang, was übersetzt Affenberg heißt. Der Tee auch Affentee (Houcha) genannt, schmeckt so ausgezeichnet, dass man in Houkui (Affenkönig) unbenannte.

    In China werden jedes Jahr Top 10 Listen für die besten Tees erstellt, einige der Tai Ping Hou Kui Tees sind fast permanent unter diesen Top-Tees.

    Foto: Tea-Exclusive

  • Gastronomie Tee

    27.10.10

    Teeblog-Gütesiegel-TH-220x301.jpg Was ist das für ein Tee? Unter Gastronomie Tee oder kurz Gastro-Tee sind meist die Teesorten zu verstehen, die speziell in der Außerhausbewirtung eingesetzt werden. Sie erfüllen einige der Ansprüche die Gastronomen an ein Produkt haben - schnell, unkompliziert und fertig konfektioniert.

    Bekannt sind z.B. TeeGschwendner und Althaus Tee, beides Firmen mit denen wir im engen Austausch stehen.

    Auf diese Art des Tees hatten wir uns anfänglich konzentriert. Das ist auch weiterhin eines unserer Hauptanliegen, in der Gastronomie den Teekonsum weiter zu verbessern.

    Deshalb freut es uns, wenn z.B. die Begriffe Gastro-Tee und Gastronomie-Tee gut bei Google gerankt sind. Das zeigt unsere Kompletenz in diesem Bereich und man wird häufiger gefunden. Die Kurzform des Keyword war schon ziemlich schnell unter den Top 3, die lange Variante hat sich in den letzten Tagen sehr gut für uns entwickelt. Wie die folgende Grafik zeigt.

    Gastronomie-Tee-TH.jpg

    Laut unserem SEO-Tool kommen die Suchbegriffe zwar nur 10% so häufig vor, wie das Hauptsuchwort Tee, doch der CPC (Cost-per-Click) liegt etwas höher.

  • hibiskusbluetentee.jpg Es müssen nicht immer die Klassiker sein, wenn es um Tee geht. Bei uns zählen um nur zwei Beispiele zu nennen Schwarztees, wie Earl Grey und Assamtees oder auch Fencheltee zu den althergebrachten Sorten. Im leichten Aufwind sind in unseren Landen Grüntee und ebenfalls Oolongtees.

    Doch es gibt Teesorten, die man zwar irgendwie kennt und doch immer wieder neu erleben kann. Dazu zählt der Malvetee oder auch Hibiskustee, wie er auch genannt wird. Wie die Bezeichnung schon sagt, wird der Tee aus der Hibiskuspflanze gewonnen. Hibiskus / Malve dient oft als Grundlage für verschiedene Früchteteemischungen. Das man ihn auch anderes trinken kann, sieht man, wenn man in Länder wie Ägypten und Sudan reist.
    Dort trinken die Menschen einen Malvetee, den sie Karkadeh nennen. Karkadeh wird heiß und kalt getrunken, auf jeden Fall ist viel Zucker im Spiel. In den hiesigen Teehäusern gehört es neben Schwarz mit Pfefferminze und Kaffee zu den Standardgetränken, man kann die Bezeichnung Nationalgetränk getrost verwenden.

    Die Zubereitung ist denkbar einfach. Die getrockneten Blüten werden kurz mit heißem Wasser übergossen. Wie bei unseren Früchetees, die eine Hibiskusblütenbasis haben, sollte eine Ziehzeit von ca. 10 Minuten nicht überschritten werden und das Wasser sollte nicht mehr kochen. Sonst werden zu viel Säuren, wie Apfelsäure freigesetzt. Das Resultat wäre ein bitter schmeckender Tee. Nun kommt noch der obligatorische Zucker hinzu. Sind Ziehzeit und Temperatur eingehalten worden erhält man ein Getränk, das fruchtig säuerlich schmeckt. Wird er kalt getrunken erinnert er an Kirschsaft.

    In die Küche hat die Pflanze ebenfalls schon lange Einzug gehalten. Hier findet man ihn in Gelees, Ölen oder auch in Speiseeis.

    Erhältlich z.B. bei TeeGschwendner

  • Grüntee-Tasse-1.pngWer mit Tee beruflich zu tun hat, hört sicherlich oft die Frage: „Tee ist doch gesundet, oder?“ Wie die Antwort ausfällt, hängt vom Typ ab. Einige werden vorpreschen und sofort ja rufen, andere wiederum mit einem „ja, aber“ oder einem „ja, wenn…“ antworten. Letzte Gruppe bekommt von neuen Forschungsergebnissen ein weiteres Argument. Denn nur, wenn Grüntee mit nicht zu heißem Wasser aufgebrüht wird, können die Polyphenole erhalten bleiben. Diese sekundäre Pflanzenstoffe wird die gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen.

    Genussmenschen, die schon immer wussten, das Grüntee mit einer Temperatur zwischen 65˚ und 75˚ Celsiusseinen besten Geschmack entfaltet, lagen also genau richtig. Das zeigt einmal wieder, wenn natürliche Lebens- und Genussmittel so zubereitet werden, dass sie gut schmecken, dann wird der Konsument meistens belohnt.

    An dieser Stelle noch ein paar Empfehlungen, wie man das Wasser auf die genannte Temperatur bringt.

    Hier kann ein Thermometer benutzt werden, das die höheren Temperaturen anzeigen kann. Oder, man nehme ein Wasserkocher mit Temperaturanzeige oder -vorwahl. Das spart neben Zeit auch Geld für den Strom. Die Methode ist geeignet für alle, die dem Wasser aus der Leitung vertrauen, was in Deutschland meistens der Fall seinen dürfte.

    Wer sein Wasser erst aufkochen und dann abkühlen lassen möchte, der sollte bei offenem Deckel ein paar Minuten warten. Wie lange ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Hilfe gibt es aber auch hier. Die iPhone App iTea hat eine Funktion, die einem anzeigt wie lange man das Wasser abkühlen muss, damit es die richtige Temperatur für einen bestimmt Tee hat.

    Auf eine gute Tasse Tee.

  • WM-2010-Tea-Shirt-BIO-Men.jpgNun ist auch die Deutsche Fußball Nationalmannschaft in die WM in Südafrika gestartet. Und das überraschend souverän mit einem 4:0 gegen Australien. Die Vuvuzelas rauben zwar einigen Zuschauern die Nerven, aber das wird wohl nur wenige davon abhalten, nicht das eine oder andere Spiel zu sehen. Oftmals ist bestimmt auch ein, zwei, drei … Bier dabei. Bier gehört irgendwie zum Fußball dazu. Da es keine Zeitverschiebung dieses Jahr gibt und somit auch für uns die Spiele schon am frühen Nachmittag beginnen, können einzelne Partien mit der Arbeitszeit kollidieren. Alkohol und Arbeit passt ebenfalls nur bedingt zusammen. Aus diesem Grund, an dieser Stelle eine paar Infos über ein Nationalgetränk der Südafrikaner - der Rooibush Tee. So können zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Man erlebt ein Teil der südafrikanischen Kultur und kann auch auf der Arbeit ein leckeres Getränk trinken, das mit den Betriebsvorschriften übereinstimmt.

    Zu erst einmal die Zubereitung für die lose Varianten: Pro Liter 11-13 Gramm Tee in einen Filter geben, mit nicht mehr kochendem Wasser übergießen und dann mindestens 5 - 7 Minuten ziehen lassen. Überziehen kann man ihn nicht, da nur sehr wenige Gerbstoffe enthalten sind.

    Es gibt dazu eine Reihe an verschiedenen Schreibweisen z.B. Redbush, Rooibush, Roibosh, Rooibush, Rotbusch oder auch Rooibusch.

    Wie schon im einem April-Artikel beschrieben ist Rooibush neben einem Genussmittel auch Volksmedizin. Die Einwohner schwören bei den folgenden Beschwerden auf den Einsatz von Rooibos. 
Hautkrankheiten (Akne, Sonnenbrand, Mückenstiche, Herpes, Neurodermitis), Allergien
, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt (Durchfall, Verstopfung, Gastritis) Geschwächtes Immunsystem, 
Blutarmut, 
Zahnfleischentzündungen, 
Schlafstörungen, 
3-Monatskoliken bei Babys.

    Ein paar Hintergrundinformationen: Bei uns hat Rooibush Anfang der 90 Jahren seinen Siegeszug begonnen. In Südafrika ist er schon seit 1772 bekannt. Seit dem wurde der Redbosh, wie er auch genannt wird, mehr und mehr erforscht. Eine Rooibush Euphorie machte sich um 1950 bereit, nachdem in den ´30 Jahren der Arzt und Botaniker Dr. Petter le Fras Nortier es gelungen war, die Pflanzen zu kultivieren. Um den Ort Clanwillim, der noch heute zu den wichtigsten Orten für die Rooibush Ernte zählt, wurde die nun gezähmte Wildpflanze professionell angebaut. Aber nicht so professionell, sonst wären nicht die Bauern und Produzenten in eine Überproduktion geraten. Deshalb wurde 1954 Redbos Tea Control Board gegründet, eine staatliche Einrichtung, die Produktionsmengen, Hygiene und Qualität dokumentieren und kontrollieren soll. Heute ist sie jedoch privatisiert und erforscht weiterhin die Pflanze und deren Besonderheiten.

    Von den Erkenntnissen profitieren vor allem die 300 Farmer, die Redbosh im Gebiet der Cederberg Mountains anbauen. Nur hier wächst der Tee.

    Rooibush ist bekannt für seine vielen Mineralien und Spurenelementen, hier ein Auflistung:

    1 Tasse Rotbuschtee enthält: 7,12 mg Kalium 6,15 mg Natrium 1,67 mg Magnesium 0,21 mg Fluor 1,09 mg Kalzium 0,08 mg Kupfer 0,07 mg Eisen 0,04 mg Mangan 0,04 mg Zink über 90 ätherische Öle

    Anders als andere Teesorten enthält er kein Koffein und nur sehr wenige Gerbstoffe. Somit ist er auch für kleine Kinder bekömmlich. Diese mögen den milden und von Natur aus süßen Geschmack. Es ist also nicht notwendig mit Aromen und anderen Zusätzen das Getränk „aufzumotzen“. Doch dies ist in Deutschland sehr beliebt. Vor allem bei den in Teebeutel abgepackten Sorten.

    Auch die Bauern in den Zederbergen sehen im Klimawandel ein Bedrohung. Schon jetzt wird eine Verwüstung der Gebiete beobachtet. Und auch bei den Rooibushsträucher selbst wird eine Veränderung wahrgenommen. Sie haben nun nicht mehr wie üblich eine Lebenszeit von 12 Jahren, sondern teilweise nur noch 5 Jahre. Forscher und Züchter haben sich dem Problem angenommen und versuchen durch Kreuzungen mit Wildpflanzen, die Pflanzen auf die härteren Bedingung anzupassen.

    Die meisten in unserer Heimat kennen den Rooibusch in der Varianten rot, daher kommt ja auch der Name, doch auch wie beim orthodoxen Tee gibt es eine grüne Variante. Der grüne Rooibos ist weicher und frischer im Geschmack als der normale Rooibush, er ist ebenfalls wie Grüntee nicht fermentiert. Dazu enthält er mehr Gerbstoffe.

    Wir wünschen der deutschen Nationalmannschaft ein erfolgreiches Turnier und allen Mannschaften eine angenehme Zeit in Südafrika.

    Hier noch ein Link zum offiziellen Cha Tao Tea Shirt zur WM.