Alle Star Trek Fans kennen das, man geht zu einem Gerät und sagt Ihm, was man gerne essen oder trinken möchte. Für Kapitän Janeway von der USS-Voyager wurde der Replikator, so die Bezeichnung für diese Art Maschine, zur Kaffeemaschine. Sie bestellte gern einen Kaffee - schwarz. Es erschienen ein paar Energiebänder und es kam ein Kaffee inkl. Tasse heraus. Für Jean-Luc Picard gespielt von Patrick Stewart Kapitän der Raumschiffe Enterprise D und E war es immer sein geliebter Earl-Grey, der dann ebenfalls aus dem Replikator wie von Geisterhand erschien.
Nun ist das Sci-Fiction - oder doch nicht? Am MIT wird gerade an einer persönlichen Nahrungsfabrik gearbeitet. Die Gruppe Fluid Interfaces bringt Computer- und Kochtechnik zusammen. Es ist mehr ein dreidimensionaler Drucker mit dem Name Cornucopia, der mit einer Düse, die mit Werkzeugen zum Verquirlen, Zerkleinern und Aufschäumen ausgestattet ist. Die Daten erhält der Drucker von einem Computer, wo die einzelnen Schritte im Vorfeld einprogrammiert werden müssen. Der Drucker arbeitet die Rezeptur dann aus den Zutatenpatronen ab, die auf dem Gehäuse von Cornucopia sitzen.
Wer jetzt schon daran denkt, seinen Koch zu feuern und lieber einen Programmierer einzustellen, dem sei gesagt, es handelt sich zur Zeit nur um eine Konzeptstudie. Ob ein Prototyp gebaut wird, steht noch in den Sternen.
Natürlich hört es sich verlockend an, einen Tee ganz schnell und ohne großen Aufwand quasi aus der Luft heraus trinken zu können, doch so viel kompliziert ist es nicht, auch heute schon einen guten Tee zu zubereiten. Und die Vorteile, die man gegenüber dem Cornucopia (aus dem Lateinischen für Füllhorn) hat, ist die Tatsache, dass man die Blätter bewundern und auch riechen kann. Ganz zu schweigen, vom zweiten dritten Aufguss.
Einen Bericht über einen Drucker, der mit Tee und Kaffee arbeiten kann gibt es bei Cha-Tao.
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