Karkadeh - Hibiskusblütentee

25.08.10

hibiskusbluetentee.jpg Es müssen nicht immer die Klassiker sein, wenn es um Tee geht. Bei uns zählen um nur zwei Beispiele zu nennen Schwarztees, wie Earl Grey und Assamtees oder auch Fencheltee zu den althergebrachten Sorten. Im leichten Aufwind sind in unseren Landen Grüntee und ebenfalls Oolongtees.

Doch es gibt Teesorten, die man zwar irgendwie kennt und doch immer wieder neu erleben kann. Dazu zählt der Malvetee oder auch Hibiskustee, wie er auch genannt wird. Wie die Bezeichnung schon sagt, wird der Tee aus der Hibiskuspflanze gewonnen. Hibiskus / Malve dient oft als Grundlage für verschiedene Früchteteemischungen. Das man ihn auch anderes trinken kann, sieht man, wenn man in Länder wie Ägypten und Sudan reist.
Dort trinken die Menschen einen Malvetee, den sie Karkadeh nennen. Karkadeh wird heiß und kalt getrunken, auf jeden Fall ist viel Zucker im Spiel. In den hiesigen Teehäusern gehört es neben Schwarz mit Pfefferminze und Kaffee zu den Standardgetränken, man kann die Bezeichnung Nationalgetränk getrost verwenden.

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Die getrockneten Blüten werden kurz mit heißem Wasser übergossen. Wie bei unseren Früchetees, die eine Hibiskusblütenbasis haben, sollte eine Ziehzeit von ca. 10 Minuten nicht überschritten werden und das Wasser sollte nicht mehr kochen. Sonst werden zu viel Säuren, wie Apfelsäure freigesetzt. Das Resultat wäre ein bitter schmeckender Tee. Nun kommt noch der obligatorische Zucker hinzu. Sind Ziehzeit und Temperatur eingehalten worden erhält man ein Getränk, das fruchtig säuerlich schmeckt. Wird er kalt getrunken erinnert er an Kirschsaft.

In die Küche hat die Pflanze ebenfalls schon lange Einzug gehalten. Hier findet man ihn in Gelees, Ölen oder auch in Speiseeis.

Erhältlich z.B. bei TeeGschwendner

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