Heute ist Blog Action Day, das Thema dieses Jahr ist Wasser. Das heißt auf der ganzen Welt, posten am 15. Oktober über 3.600 Blogs aus 125 Ländern mit geschätzten 28.000.000 Lesern zum Thema Wasser. Ziel ist es, die Leser auf das jeweilige Jahresthema aufmerksam zu machen, um so etwas in den Köpfen der Menschen zu bewegen.
Wasser reiht sich in die Kette der Stoffe ein, die Lebewesen für ihre Existenz benötigen. Für den Tee ist Wasser ebenso unabdingbar, doch mit leicht anderen Vorzeichen. Das eine benötigt der Mensch unbedingt, dass andere ist ein Produkt, dass man in die Kategorie Nice-To-Have einordnen kann. Wasser ist auf unserem Planeten ungleichmäßig verteilt. Was zum Größenteil mit dem Klima und der Umgebung zu tun hat, aber auch an den Menschen selbst liegt es, die Auseinandersetzung bis hin zum Krieg geführt.
Was kann man machen, um etwas zu verändern? Sicher ist die Politik gefragt, doch auch der Einzelne ist mit seinem Verhalten und Tun in der Verantwortung. Wer Verantwortung übernehmen möchte, der benötigt im ersten Schritt Wissen, damit er sein Handel besser beurteilen kann. Daher haben wir uns entschieden den Wasserfußabdruck zu erklären und das am Beispiel Tee und Kaffee.
Jeder deutsche Bürger verbraucht ca.120 Liter Wasser pro Tag. Dazu zählt das Wasser, dass wir zum Kochen, Wachsen oder für die Wasserspülung benutzen. Nicht darin enthalten ist jedoch die Mengen, die ein Produkt “verbraucht” bis es bei uns auf dem Tisch landet. Dieses Prinzip dürfte bereits vom Co2 Abdruck gekannt sein. Es ist also die Menge an Kohlendioxid, die ein Produkt oder eine Dienstleistungen verursacht, bis sie beim Konsumenten verbraucht wird. Beim Wasserverbrauch ist es der Wasser-Fußabdruck oder auch virtuelles Wasser. Solche Berechnungen werden schon seit vielen Jahren erstellt. Pionierarbeit hat hier das UNESCO Institute for Water Education (UNESCO_IHE) geleistet und Tony Allan.
Für die Herstellung einer Kanne Kaffee (750ml) werden ganze 840 Liter H2O benötigt. Im Vergleich sind es beim Tee lediglich 90 Liter. Rechnet man das auf eine Tasse (250 ml), sind es bei Kaffee 280 Liter und beim Tee 30 Liter. Somit wird mehr als die neunfache Menge an Wasser benötigt um Kaffee herzustellen. Um noch ein anderes beliebtes Getränk mit in die Rechnung einzubeziehen. Bier verbraucht bei einer Menge von 250 ml 75 Liter Wasser, das ist immer noch bedeutend weniger als Kaffee.Gründe sind hier vor allem die Weiterverarbeitung. Ob man sich davon den Kaffeegenuss verderben lassen möchte, das muss letztendlich jeder selbst entscheiden.
Lediglich bei der Produktion von japanischen Grüntees wird heißes Wasser verwendet, das sogenannte Steaming. Durch das Steaming werden die Blattenzyme inaktiviert, das Blattgrün bleibt erhalten, was das typische dunkelgrünen Blatt bei Grüntees aus Japan erklärt.
Wie bei fossilien Energien gibt es verschiedene Möglichkeiten mit dem Problem umzugehen. Mehr fördern, weniger verbrauchen oder Ersatz suchen. Ersatz für Wasser ist wohl kaum denkbar. Mehr fördern heißt in diesem Fall besser verteilen, denn Wasser ist ja in ausreichenden Mengen erhältlich. Weniger verbrauchen; hier kann jeder sein Beitrag leisten. Einen ersten Ansatz haben wir ihnen gegeben.
Einen schönen Blog Action Day.
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